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Das ändert sich ab Oktober 2026 in der Schweiz

Der Oktober bringt in der Schweiz mehrere Änderungen bei Bildung, Wirtschaft und Sicherheit. Neue Berufsbezeichnungen werden eingeführt, strengere Regeln gegen Geldwäscherei treten in Kraft und ein neues Freihandelsabkommen erleichtert den Handel mit Kosovo. Auch beim Biomilchpreis und im Schengener Informationssystem gibt es Neuerungen.

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Neue Titel für die höhere Berufsbildung

Seit dem 1. Oktober gilt das revidierte Berufsbildungsgesetz. Neu können Absolventinnen und Absolventen bestimmter Abschlüsse der höheren Berufsbildung die Zusätze «Professional Bachelor» oder «Professional Master» verwenden.

Der «Professional Bachelor» gilt für eidgenössische Berufsprüfungen sowie Abschlüsse von Höheren Fachschulen. Der «Professional Master» ist für eidgenössische höhere Fachprüfungen vorgesehen. Die bisherigen geschützten Berufs- und Abschlusstitel bleiben bestehen. Die neuen Bezeichnungen werden zusätzlich geführt und sollen die Einordnung der Schweizer Berufsabschlüsse insbesondere im internationalen Umfeld erleichtern.

Gleichzeitig wird die Bezeichnung «Höhere Fachschule» gesetzlich geschützt. Nur Bildungsanbieter mit mindestens einem eidgenössisch anerkannten HF-Bildungsgang dürfen diese Bezeichnung verwenden. Zudem kann Englisch künftig als zusätzliche Prüfungssprache bei eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen angeboten werden. Auch für Nachdiplomstudiengänge an Höheren Fachschulen gelten flexiblere Vorgaben.

Strengere Regeln gegen Geldwäscherei

Ebenfalls seit dem 1. Oktober gelten verschärfte Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Neben dem revidierten Geldwäschereigesetz ist ein neues Gesetz zur Transparenz juristischer Personen und zur Identifikation wirtschaftlich berechtigter Personen in Kraft getreten.

Ein zentrales Element ist das neue Transparenzregister. Meldepflichtige Unternehmen müssen darin ihre wirtschaftlich berechtigten Personen erfassen und Änderungen künftig melden. Betroffen sind unter anderem zahlreiche Aktiengesellschaften, GmbHs und Genossenschaften. Für die Eintragung gelten je nach Unternehmen Übergangsfristen.

Freihandelsabkommen mit Kosovo tritt in Kraft

Auch im Aussenhandel gibt es eine Neuerung. Seit dem 1. Oktober ist das Freihandelsabkommen zwischen den Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA und Kosovo in Kraft. Die Schweiz gehört gemeinsam mit Island, Liechtenstein und Norwegen zur EFTA.

Das Abkommen soll Handelshemmnisse abbauen und Schweizer Unternehmen den Zugang zum kosovarischen Markt erleichtern. Für Schweizer Exporte nach Kosovo ist grundsätzlich Zollfreiheit vorgesehen, wobei für einzelne Bereiche Übergangsfristen gelten. Der Warenhandel zwischen der Schweiz und Kosovo erreichte zuletzt ein Volumen von rund 175 Millionen Franken.

Biomilch wird für Produzenten besser vergütet

Für Schweizer Biomilchproduzenten steigt der Richtpreis. Seit dem 1. Oktober erhalten sie drei Rappen mehr pro Kilogramm Biomilch.

Hintergrund sind unter anderem schwierige Wetterbedingungen, Trockenheit, knappes Futter und Ernteausfälle. Gleichzeitig lagen die Biomilchlieferungen zur Jahresmitte unter dem Niveau des Vorjahres. Mit der Preisanpassung sollen die wirtschaftlichen Bedingungen für die Produzenten verbessert und ein weiterer Rückgang des Milchkuhbestands verhindert werden. Auch für Konsumentinnen und Konsumenten können sich dadurch höhere Preise ergeben.

Neue Möglichkeiten im Schengener Informationssystem

Eine weitere Änderung betrifft die internationale Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung. Die Schweiz kann ab Oktober eine zusätzliche Kategorie von Informationsausschreibungen im Schengener Informationssystem, kurz SIS, nutzen.

Dabei geht es insbesondere um Drittstaatsangehörige, bei denen Hinweise auf eine mögliche Beteiligung an Terrorismus oder schwerer Kriminalität bestehen. Europol kann entsprechende Ausschreibungen vorschlagen. Die Schweizer Behörden prüfen jedoch jeden Fall selbst und entscheiden eigenständig über eine Aufnahme ins System. Die technische Inbetriebnahme der neuen Ausschreibungskategorie ist für den 15. Oktober vorgesehen.

Mehrere Änderungen gleichzeitig

Der Oktober 2026 bringt damit Neuerungen in sehr unterschiedlichen Bereichen. Während die neuen Titelzusätze die höhere Berufsbildung sichtbarer machen sollen, betreffen die Regeln gegen Geldwäscherei vor allem Unternehmen und bestimmte berufliche Tätigkeiten. Das Freihandelsabkommen mit Kosovo schafft neue Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsverkehr, während die Änderungen im Schengener Informationssystem die grenzüberschreitende Sicherheitszusammenarbeit betreffen.

Für Privatpersonen dürfte insbesondere die Einführung der neuen Berufsbezeichnungen sichtbar werden. In der Wirtschaft stehen dagegen das Transparenzregister, die neuen Geldwäschereivorschriften und die veränderten Handelsbedingungen im Mittelpunkt.